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werden Info`s und Handelssysteme für bereits erfahrene "Trader" angeboten. Den Schwerpunkt bilden der S&P 500 Index und der Dow Jones 30, schlicht deswegen da der S&P "der" Markt ist und sicher bis auf weiteres bleiben wird. Der S&P Future ist der liquideste und umsatzstärkste Markt in den Aktienindizes und hat fast immer eine "Führungsfunktion" für andere nationalen Indices einschließlich unserem DAX 30. Der S&P ist quasi das Original und alles andere zieht mehr oder weniger mit. Aufgrund dieser Führungsposition ist es wesentlich schwieriger ein Handelssystem für einen "Vasallenmarkt" wie dem DAX zu entwickeln, der mal mehr, mal weniger dem S&P hinterherläuft. Dieses mal mehr, mal weniger bringt zusätzliche Variablen ins Spiel...
DAX contra S&P...
Der DAX macht in manchen Jahren "technische" Reaktionen in anderen aber nicht, der S&P hat dagegen in 25 Jahren untersuchtem Zeitraum relativ zuverlässig solches Verhalten gezeigt. Am ehesten funktionieren im DAX wohl Trendfolgemodelle, am besten scheinbar Volatilitätsbreakoutsysteme wie der "Jumper". Im S&P funktioniert dagegen Trendfolge sehr schlecht, hier setzt man besser auf "technische" Gegenbewegungen.
Charttechnik...
Damit kommen wir auch gleich zur Charttechnik, die allgemeinen Regeln der Charttechnik sind nicht immer brauchbar, wenn man nicht weiß wie sie in dem jeweiligen Markt zumindest in der Vergangenheit funktionierten. Jeder Markt reagiert anders! Die Alarmglocken sollten spätestens schrillen, wenn man von einem Profi liest, standardisierte Chartpatterns würden in den Bond`s funktionieren...dies hat im Umkehrschluß zur Folge, sie funktionieren in anderen Märkten wohl eben nicht so gut...Einer der großen Trader seit mehr als 40 Jahren, Larry Williams, lehnt aus verschiedenen Gründen Charttechnik ab, er schreibt, er kenne keinen Chartisten der es zu Wohlstand gebracht hätte... Wenn der Chart short sagt und der Kalender aber einen positiven Moneyflow ankündigt, würde ich eher auf den Kalender wetten wollen...
Indikatoren...
Die Standardgeschichten in den Medien/Literatur über Indikatoren funktionieren übrigens auch nicht......Wenn in einer Börsensendung die Indikatoren wie MACD oder Stochastik präsentiert werden, ist das eine Lachnummer, das nützt keinem Anleger/Trader auch nur die Bohne, selbst wenn ein geringer statistischer Vorteil übrigbleibt, ist kein Land zu sehen wenn man nichts über Positionsgrößenmodelle weiss......und über Exit`s wird sowieso nie gesprochen, immer nur über Einstiegschancen. Keiner dieser Analysten macht auch je Angaben über Trefferquoten ö.ä. seiner Analysen der Vergangenheit....
Marktanalysen...
kann man sich schenken. Jeder will sie hören/lesen und es gibt sie wie Sand am Meer. Hier kann alles einfließen, Charttechnik, Intermarketzusammenhänge, Politik, Wirtschaft, Psychologie...Auch hier keine Hinweise auf Trefferquoten. Einer Untersuchung nach sollen Analysten oft schlechter als der Zufall liegen, selbst bei einer Trefferquote von z.B. fantastischen 60% wird die Frage nicht beantwortet was man in den anderen 40% macht...
Handelsstrategie...
Um überhaupt eine Chance zu haben, muss man vor dem Einstieg exakt wissen, wieviel man von was kauft, und braucht einen genauen Plan wie/wann man Gewinne/Teilgewinne mitnimmt und was im Verlustfall zu tun ist. Ein Einstieg ohne Ausstiegsregeln ist zum Scheitern verurteilt, Buy and Hold funktioniert selten brauchbar, auch ein Halten über 20 Jahre muss nicht zwingend profitabel sein und war es in der Vergangenheit auch schon einige Male nicht.
Die meisten verlieren...
Da die meisten diese Zusammenhänge nicht kennen, verlieren auch die allermeisten Geld an der Börse, die kursierenden Zahlen variieren zwischen 90 - 97% Verlierer! Von den verbleibenden paar Prozent dürfte ev. mehr als die Hälfte plusminus Null + einwenig dabei sein. Die Zahlen sagen auch nichts über eine ev. Rotation der Verlierer/Gewinner aus. Tatsächlich verdienen (im Sinne dieses Wortes) dürften vermutlich nur 0,5 -1%, so meine nüchterne Schätzung.
Der einzige Weg der sich mir nach vielen, langen Jahren erschlossen hat, um Geld an den Märkten zu verdienen, ist die exakte Überprüfung von genau ausformulierten Handelsstrategien, anhand deren man immerhin die Entwicklung in der Vergangenheit überprüfen kann, hier ist Kreativität gefragt, da die allgemeinen "Standart-Wahrheiten" einer Überprüfung leider nicht standhalten.
Long und Short?
Im Gegensatz zu den Commodities macht es wohl in den Aktienindices durchaus Sinn reine Long-only Systeme zu verwenden, hier sehen wir über sehr viele Jahrzehnte eine Aufwärtstendenz. Zumindest dürften symetrische Systeme, die gleiche Regeln für Long und Short verwenden, nicht sinnvoll sein. Die Märkte fallen anders/schneller als sie steigen. Shortsysteme(daily) sollten eher auf eigenständigen, unabhängigen Regelwerken aufbauen.
Märkte ändern sich...
So sind die Volatilitäten der Indices teils auf ein 10+ Jahrestief gefallen, vor allem viele Daytradingsysteme kriegen Probleme, da oft keine ausreichenden Tagesbewegungen mehr stattfinden um profitabel zu arbeiten. Der informierte Trader beobachtet die Vola und stellt ev. den Handel von Systemen ein, bis die Handelsspannen wieder größer werden.
Weniger ist mehr...
Im Gegensatz zum normalen Leben muss viel traden (arbeiten) durchaus nicht zu viel Geld führen, kommt halt dem Wunsch nach Beschäftigung entgegen, deswegen lassen sich Systeme besser vermarkten wenn sie häufig, am besten täglich handeln. Je häufiger ein System handelt umso kleiner ist normalerweise der Ertrag pro Trade und umso mehr machen sich Gebühren und Slippage bemerkbar, oft verdient dann ev. nur noch der Broker (und das gut). Die Suche nach statistischen Vorteilen scheint vorteilhaft um den Profitfaktor zu verbessern. Ein simpler Vorteil ist z.B. den Dow Jones mit einem Breakoutsystem nicht montags zu handeln. Viele Märkte haben historisch am Montag die kleinste Handelsspanne der Woche, besonders deutlich eben auch der Dow Jones. Sicher verpasst man mal eine schöne Bewegung, aber der einzelne Trade hat keine Bedeutung, entscheident ist das Ergebniss auf lange Sicht und hier ist/war der Montag grottenschlecht.